Wagner, Carl-Ludwig

* 09.01.1930 Düsseldorf

Verwaltungsjurist, Oberbürgermeister, Minister, Ministerpräsident, Dr. jur., rk.

1949-1953 Jurastudium in Mainz und Montpellier
1953 Erstes juristisches Staatsexamen
1957 Zweites juristisches Staatsexamen
1960 Promotion
1959-1969 Beamter im Generalsekretariat des Europäischen Parlaments in Luxemburg
seit 1964 als Direktor
1951 CDU
1969-1976 Mitglied des Deutschen Bundestages
1976-1979 Oberbürgermeister von Trier
1979-1981 Minister der Justiz
1981-1988 Minister der Finanzen
1989-1991 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
1992-1997 Vorstandsvorsitzender der Thüringer Aufbaubank Erfurt
1998 Schlichter bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Biographischer Werdegang

Wagner gewann als ein engagierter Verfechter der europäischen Einigung und der deutsch-französischen Freundschaft Ansehen. Sein Name steht jedoch vor allem für die erfolgreiche Konsolidierung des rheinland-pfälzischen Haushalts Mitte der 1980er Jahre. Bereits in seiner Zeit als MdB und als Oberbürgermeister und Kämmerer von Trier hat sich der mit einer Studie über die „Anfechtungsklage im französischen Verwaltungsrecht" promovierte Jurist einen Ruf als Steuer- und Finanzpolitiker erworben. Nach dem Sturz Bernhard Vogels übernahm er als dessen Stellvertreter das Amt des Ministerpräsidenten. Wagner musste diesen Stuhl bereits im Mai 1991 für Rudolf Scharping räumen, da die „Tandem-Lösung" mit Hans-Otto Wilhelm als Landesvorsitzenden und Wagner als Regierungschef bei den rheinland-pfälzischen Wählern keinen Anklang gefunden hatte. Nach der Niederlegung seines Landtagsmandats folgte Wagner Vogels Ruf in das rheinland-pfälzische Partnerland Thüringen.

Literaturhinweise

Carl-Ludwig Wagner im Gespräch mit Wolfgang Wiedemeyer (1991); Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (Hg.): „Etwas Kredit hatten wir immer ...": Ministerpräsidenten erzählen (1998).

Monika Storm