CDU


„Wir sind in die CDU gekommen, um aus unserer christlichen Überzeugung einer Idee zu dienen, einer Idee, die von Anfang an - und das wird immer so bleiben - Wegweiser dieser Partei war und ist."
Rede auf dem 36. Bundesparteitag der CDU am 15. Juni 1988 in Wiesbaden.

„Deshalb liegt mir mehr denn je daran, unsere Partei geistig lebendig, politisch handlungsfähig und im Umgang miteinander solidarisch zu wissen."
Rede auf dem 31. Bundesparteitag der CDU am 25. Mai 1983 in Köln.

„Eine Partei muss die Tagespolitik begreifen und kraftvoll gestalten."
Rede zum 30. Jahrestag des Ahlener Programms am 26. Februar 1977 in Ahlen.

„Aus langer Erfahrung wissen wir - die meisten hier haben ja ähnliche Erfahrungen gemacht: Unsere CDU ist eine schwierige Partei, aber sie ist auch eine Gemeinschaft, in der Freundschaft wächst, in der viele von uns weit über die politische Begegnung hinaus auch persönlich Heimat gefunden haben. Ich weiß um die Kraft, die dieser Partei innewohnt, um ihre Fähigkeit zum langen Atem, um ihre Vitalität. Ich weiß vor allem um den - ich verwende bewusst dieses Wort - außergewöhnlich großen Idealismus, von dem viele bewegt werden, die zu uns kommen. Ich kenne auch die Schwächen sowie die Fehler, die wir auch gemeinsam immer wieder begangen haben. Wir sind in die CDU gekommen, um aus unserer christlichen Überzeugung einer Idee zu dienen, einer Idee, die von Anfang an - und das wird immer so bleiben - Wegweiser dieser Partei war und ist. Um es viel persönlicher zu formulieren: Diese Partei ist unsere Partei. Wir haben in vierzig Jahren gemeinsam das Auf und Ab erlebt, oft auch erlitten. Wir wurden die große deutsche Volkspartei. Heute wie vor vierzig Jahren treten wir für die Menschenwürde, für das Leben in verantworteter Freiheit ein. In diesem Zeichen waren wir durch Jahrzehnte hindurch die gestaltende politische Kraft und sind es nach 1982 wieder geworden. Das ist eine große Verantwortung. Wir sind eine wichtige Partei. Wir sind nicht allein, doch so, wie wir sind, prägen wir auch andere. Auch das gehört zu einer lebendigen Demokratie."
Rede auf dem 36. Bundesparteitag der CDU am 15. Juni 1988 in Wiesbaden.

„Die CDU musste sich offen zeigen gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen, ohne ihre Identität preiszugeben."
Erinnerungen 1990-1994.


"Wir, die Union, schöpfen nicht aus der sozialistischen Buchweisheit des 19. Jahrhunderts, die einen neuen Menschen schaffen wollte und immer noch will. Wir maßen uns nicht an, den alten Adam in eine neue Form zu bringen. Wir wissen von der Fehlbarkeit des Menschen und auch von der Fehlbarkeit der Politik. Dennoch glauben wir an die Würde des Menschen, an die Berechtigung des Strebens nach Sinn im irdischen Leben und an die Suche eines jeden nach seinem persönlichen Glück. Wir streben nicht nach dem flachen Glück des Schlaraffenlandes und der Überflußgesellschaft, sondern wollen das Glück aus eigener Kraft, aus der eigenen freien Gestaltung eines erfüllten Lebens."
Am 3. November 1981 auf dem Bundesparteitag der CDU in Hamburg.


„Für mich heißt konservativ: Zu unserem Erbe stehen. In unserer Gegenwart erhalten, was sich bewährt hat. Was bei nüchterner Betrachtung einer Verbesserung bedarf, das will ich verändern und weiterführen!"
Abgedruckt in: Helmut Kohl: Bundestagsreden und Zeitdokumente. Hg. von Horst Teltschik. Bonn 1978, S. XV.


„Ich komme aus einem Elternhaus, das christlich geprägt ist. Und als ich vor 27 Jahren als Schüler zur Politik kam, war es für mich selbstverständlich, zu einer Partei zu gehen, die ihre Politik nach einem christlichen Koordinatensystem ausrichtet. Das heißt für mich: Dazu gehört auch die Einsicht, daß nicht alles machbar ist."
Abgedruckt in: Helmut Kohl: Bundestagsreden und Zeitdokumente. Hg. von Horst Teltschik. Bonn 1978, S. XV.